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Allgemeine Technik der Indoormodelle

Allgemeine Technik der Indoormodelle


Das Grundgerüst der Fliegers wird aus Depron aufgebaut. Das wiegt dann mit Kleber und Kohlefaserverstrebungen 43g-65g.
Die Ruder werden anscharniert. Sogenannte Elastic-Flaps sind sehr leicht und leichtgängig.
Hier findet ihr genaue Beschreibungen:
Fabians Modellkunstflugseiten 
Abdrehfaktor
 
Damit das Modell jedoch fliegen kann, fehlen noch einige Teile (Gewichtsangaben sind ungefähr und anhand meiner Modelle abgeleitet)
-1xMotor
-1xRegler
-1xEmpfänger
-3xServos
-1xAkku Lithium Polymer [wechselbar]
-mehrere Kleinteile, wie Ruderhörner, CFK-Schubstangen, Seile für Seilanlenkungen, ggf. Farbe oder Lack, Tesafilm für Ruderscharniere, usw.

Wenn man super leicht baut, d.h. mit Kleber und Verstrebungen sehr sparsam umgeht, die einzelnen Fernsteuerkomponenten sogar noch erleichtert ("abspeckt"), die Drähte durch leichtere Kupferlackdrähte ersetzt, sind Modelle mit einem Abfluggewicht von unter 100g (sog. UHU Modelle = Unter Hundert Gramm) erreichbar!! Leider konnte ich bisher noch kein sooo leichtes Modell bauen.

Motor:

Für die Indoorfliegerei gibt es spezielle, kleine Brushless-Motoren. Diese sind extrem leicht (teilweise unter 25g) und geben (im Verhältnis zum Gewicht) viel Schub; die 4500g Grenze ist schon geknackt.

Diese Brusshlessmotoren besitzen, wie der Name schon sagt, keine Bürsten (=brush), wie herkömmliche Motoren.
Die Bürstenmotoren sind quasi "plug and play", damit meine ich, dass man dort nur einen Akku anschließen muss und der Motor läuft. Bei den Brushlessmotoren ist das anders, wie später noch beschrieben wird.
Die Einzelteile des Motors:
-1x  Glocke
-1x  Stator (9 Anker)
-12x Magnete
-1x  Welle
-1x  Sprengring
-1x  Aludrehteil als Statorträger
-2x  Kugellager
-1x Kupferlackdraht (Dicke bestimmt auch die Leistung des Motors)
Aufbau:
Bewickeln:
Die Anker des Stators werden mit Kupferlackdraht bewickelt. Am Anfang sollte man die Anker durchnummerieren und die jeweilige Zahl auf den Anker schreiben (Edding). Nun teilt man vom Draht ein ca. 50cm langes Stück ab. Dann beginnt das Bewickeln. Als erstes wird Anker 1 bewickelt. Von innen beginnend. Dann 7 mal um den Anker rum nach außen. Dann 7 mal zurück nach innen und dann 6 mal wieder nach außen. Nun ist der erste Anker fertig. Der Draht überspringt 2 Anker und das Wickeln wird mit dem gleichen Drahtstück auf Anker 4 fortgeführt.
Die gleiche Taktik wendet man auch an den anderen Ankern an.
Nun ist der Anker fertig bewickelt und sieht so aus:


(Bild eines DW 8/18 von SFW)

Dann geht es ans Einkleben der 12 Magnete in die Glocke. Dies geschieht am besten mit Sekundenkleber oder Metallkleber. Die Magnete müssen im gleichen Abstand voneinader eingeklebt werden, so dass sich jeweils die benachbarten Magnete abstoßen.


(Bild eines DW 8/18 von SFW)


Dann die Kugellager in das Aludrehteil einkleben, und die Welle in die Glocke. Auch wieder mit Sekundenkleber oder Metallkleber. Dann wird der Stator auf auf den Statorträger (Aludrehteil) geklebt und die Glocke wird aufgeschoben. Dabei wird die Welle durch die Kugellager in das Aludrehteil geschoben und kommt auf der anderen Seite wieder raus. Hier wird mit einem Sprengring die Welle gesichert, so dass sie sich nicht herausschieben kann.

Eigentlich ist der Motor jetzt fertig. Das Problem ist nur, dass drei Drähte hinten herausschauen...
Ein Brusshless-Regler (speziell für die BL-Motoren) besitzt aber auch drei Anschlüsse). Warum das? Ein normaler Motor hat doch auch nur 2 Anschlüsse. Plus(+) und Minus (-). Wofür ist denn dann der dritte Anschluss bei dem BL-Motor?

Die drei Anschlüsse weden erst einmal an den passenden BL-Regler angeschlossen. So weit so gut. Man muss sich jetzt vortsllen, dass jeder Anschluss einen eigenen "Stromkreis" über jeweils 3 Anker des Stators besitzt. Die aufgewickelten Kupferlackdrähte bilden, wenn Strom durch sie hindurch fließt, wie eine Spule ein elektromagnetisches (Magnet-) Feld. Dieses Magnetfeld (längs der Anker) stößt sich, bzw. zieht sich dann von den Magneten an der Wänden der Glocke ab. Sobald einer Anker sich einem Magneten nähert, polt der Regler um, d.h. Die Anker stoßen sich dann ab und werden vom nächsten Magneten angezogen. Hier kann man sich ein ähnliches Prinzip bildlich anschauen: http://www.zum.de/dwu/depotan/apem105.htm

Man kann an den meisten Regler sogar noch das Timing (in °) einstellen, d.h. wann der Regler umpolen soll. Z.B. 30° vor erreichen des nächsten Magneten oder nur 15° vor erreichen des nächsten Magneten. (Vereinfachtes Schema). So kann man den Wirkungsgrad des Motors sogar noch verbessern.
Jetzt wäre auch geklärt, warum der Motor 3 Anschlüsse hat. Nämlich um immer "richtig umzupolen". Wenn der Motor jetzt falsch herum läuft, müssen einfach zwei der drei Drähte vertauscht werden.

(Bild eines YGE 12 Reglers)


Empfänger:

Ich empfehle den GWS 4-Kanal Emrpänger. Er ist extrem leicht. Ein kleiner Manko: Für ihn braucht man einen speziellen Mini-Quarz. (ca. 6€)
Das hier ist ein MZK Penta 5 Emfpänger mit 3,3g (mit Antenne). Darunter liegt ein Schulze Miniquarz (ca. 0,4g). Zum Größenverhleich liegt noch ein 1-Cent Stück daneben.





Servos:


An Servos werden hohe Ansprüche gestellt. Sie müssen leicht sein, aber trotzdem genug Kraft aufwenden, um alle Ruder kräftig zu bewegen. Und das alles sollten sie noch extrem schnell tun und danach wieder in ihre Ausgangsposition zurückkehren. Also fasse ich nochmal zusammen. Ein Servo soll:

-stark sein
-leicht sein
-schnell sein
-gute Rückstellgenauigkeit besitzen

Leider gibt es auch bei Servos keine "Eierlegende-Wollmilchsau". Deshalb muss man Kompromisse zwischen all diesen Kriterien machen. 

Auch die Aufgabe des Servos, also welches Ruder es bedient ist von entscheidender Bedeutung. Am schwersten hat es das Querruderservo. Es hat gleich zwei einzelne Ruder zu bewegen und auch die Anlenkung ist, dadurch, dass das Servo in der Mitte sitzt, nicht ganz gerade. Auf "Quer" sollte man also ein stärkeres und somit schwereres Servo verwenden.
Zum Beispiel ein Exact6. Es wiegt 6,5g und eine Stellkraft von 0,8kg/cm.



Am zweitschwersten hat es das Höhenruderservo. Trotzdem kann hier ein schwächeres und leichteres Servo verwendet werden. Ein IQ-60 oder IQ-80 ist hier genau das richtige. Das IQ-80 Servo wiegt 4,3g und hat eine Stellkraft von ca. 0,4kg/cm. Das IQ-60 hingegen ist ein bisschen leichter und wiegt nach Herstellerangabe 3,6g und eine Stellkraft von unter 350g/cm. Ein IQ-60 ist außerdem perfekt für das Seitenruder geeignet. Hier treten nur wenig Kräfte auf.


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